Vom Beginnen, Machen und Verdienen: Rückblick auf den UTS Netzwerktag 2026

Am 6. März 2026 war es endlich soweit: Unser 4. UTS-Netzwerktag öffnete seine Türen – und zum ersten Mal nutzten wir dafür den Willy Brandt Saal im Rathaus Schöneberg. Ein Ort mit Geschichte, mit Bedeutung, mit Einladung für Frauen aus Berlin und darüber hinaus. Dank der Unterstützung des Bezirksamts stand uns dieser große Saal einen ganzen Tag lang offen: von morgens bis abends, von den ersten Begrüßungen bis zum letzten Gespräch beim Fingerfood.

Schon in den Wochen zuvor hatten wir in unseren Newslettern gespürt, wie viel Vorfreude in der Luft lag. Viele Frauen aus dem Netzwerk hatten mitgedacht, organisiert, Texte geschrieben, Videos gedreht und das Programm mitgestaltet. Und über 200 Besucherinnen folgten schließlich unserer Einladung – ein starkes Zeichen dafür, wie sehr dieser Tag gebraucht wurde.

Als die ersten Frauen den Saal betraten, war sofort klar: Heute entsteht etwas Besonderes. Ein Raum, der nicht nur groß genug war für Workshops, Speeddatings, Panels und Impulse, sondern auch für das, was Netzwerken im Kern ausmacht: Begegnung, Resonanz, gegenseitige Stärkung. Die Worte der Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey gaben gleich zu Beginn einen kraftvollen Impuls: „Frauen können alles“ und „Penetranz schafft Akzeptanz“. Zwei Sätze, die viele noch lange mit sich trugen.

Der Tag war kostenfrei – aber alles andere als umsonst. Er war ein Geschenk an die eigene Entwicklung. Ein Tag, an dem Frauen sich gesehen haben, voneinander gelernt haben und offen über Herausforderungen sprachen, die sonst oft im Verborgenen bleiben. Die Workshops waren überfüllt, die Impulse lebendig, die Gespräche intensiv. Und immer wieder hörte man:

„Ich bin so froh, dass ich heute gekommen bin.“

Es war ein Tag, der zeigte, was unser Netzwerk ausmacht: Frauen, die sich gegenseitig stärken. Frauen, die Wissen teilen. Frauen, die sich trauen, sichtbar zu werden. Und Frauen, die gemeinsam weiterkommen wollen – mit Haltung, Humor, Klarheit und Herz.

Die Stimmen des Netzwerktags – was die Frauen bewegt

Ein Netzwerktag lebt von Begegnungen – und davon, dass Frauen ihre Expertise, ihre Geschichten und ihre Perspektiven teilen. Die kurzen Impulse und Workshops am 6. März haben eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, mutig und zukunftsorientiert die Unternehmerinnen in Tempelhof-Schöneberg arbeiten. Jede von ihnen brachte ein eigenes Thema mit, aber gemeinsam ergab sich ein Bild: Selbstständigkeit ist Wandel, Haltung, Vernetzung – und immer auch ein persönlicher Weg.

Barbara Fischer eröffnete den Blick auf gemeinsames Vorankommen. Mit ihrem Konzept der Erfolgsteams zeigte sie, wie viel Energie entsteht, wenn Menschen sich gegenseitig unterstützen, statt allein an losen Enden zu ziehen. Ihr Impuls machte deutlich: Ziele werden leichter erreicht, wenn man sie teilt.

Felice Meer, Grafikdesignerin und Comic Künstlerin, nahm uns mit an die Küste – dorthin, wo Gegenwind, Pausen und Umwege zum Alltag gehören. Ihr humorvoller Comic Impuls zeigte, wie sehr Selbstständigkeit einem Küstenwanderweg ähnelt: herausfordernd, ehrlich, manchmal rau, aber immer voller Geschichten.

Friederike Fischer, Leiterin der Schauspielschule Acting People, erinnerte daran, dass Kreativität und Freude die Grundlage jeder guten Kommunikation sind. Ihr Mini Workshop brachte die Teilnehmenden in Bewegung – körperlich wie gedanklich – und zeigte, wie befreiend es ist, wieder ins spielerische Tun zu kommen.

Heike Niemeier, systemischer Coach und Sexualberaterin, sprach über Mut zur Veränderung. Mit 58 ihr Leben noch einmal komplett neu auszurichten, war für sie kein Bruch, sondern ein Aufbruch. Ihr Beitrag zum Panel über Selbstständigkeit machte spürbar, wie kraftvoll es ist, Erfolg neu zu definieren.

Ina Rathfelder, Business Coach, brachte Klarheit in ein Thema, das viele umtreibt: Preise. In ihrem Workshop zu Value Based Pricing zeigte sie, wie eng Wert, Selbstwert und Preisgestaltung zusammenhängen – und wie befreiend es ist, den eigenen Preis endlich sicher auszusprechen.
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Janet Friedel, Coach und Moderatorin des Tages, führte durch das Programm und eröffnete das Panel zu den Wegen der Selbstständigkeit. Offen, ehrlich und nahbar sprach sie darüber, warum dieser Weg so erfüllend und gleichzeitig so herausfordernd ist – und warum Austausch darüber so wichtig bleibt.

Jolanta Schaefer, professionelle Netzwerkerin, machte das sichtbar, was den Tag auszeichnete: echte Begegnungen. In ihren moderierten Speeddatings sorgte sie dafür, dass niemand allein blieb, Gespräche strukturiert verliefen und jede Frau sagen konnte, was sie braucht – und bekommt, was sie sucht.

Katja Roessel, Verkaufstrainerin, brachte Orientierung ins Thema Vertrieb. Mit ihrem Ansatz Selling from the Heart zeigte sie, dass Verkaufen nichts mit Druck zu tun hat, sondern mit Klarheit, Haltung und einer Strategie, die zum Menschen passt.

Kerstin Salvador, Autorin und Dozentin, sprach im Panel über leise Selbstständigkeit. Ihr Beitrag machte Mut, den eigenen Weg nicht laut, perfekt oder unerschütterlich gehen zu müssen, sondern ehrlich, passend und mit der eigenen Geschwindigkeit.

Larissa Koch, Gesundheits- und Resilienztrainerin, erinnerte daran, dass Gesundheit ansteckend ist. Ihr Workshop zeigte, wie sehr Haltung, Mindset und körperliche Signale zusammenwirken – und wie wir uns gegenseitig stärken können.

Sandra Borgarts, Expertin für Haltung und Stimme, gab Impulse dazu, wie wir in turbulenten Zeiten klar bleiben. Ihr Workshop lud dazu ein, für die eigene Vision einzustehen und die eigene Stimme bewusst einzusetzen – für sich selbst und für andere.

Sigrid Künstner, Yogalehrerin und Wildpflanzenexpertin, brachte Ruhe in den Tag. Ihre Meditation Atempause im Businessalltag zeigte, wie wohltuend es ist, für einen Moment aus dem Strom der Anforderungen auszusteigen und bewusst anzukommen.

Der Workshop mit der Wechseljahre-Beraterin und Autorin Sonja Bienemann: Erfahrung statt Erschöpfung: Wechseljahre als Chance, räumte mit dem Mythos auf, dass die Wechseljahre ein Karrierekiller sind, sondern lieber als Chance empfunden werden.

Während der Tag weiter an Fahrt aufnahm, rückte ein Thema immer stärker in den Fokus: die eigene Präsenz. Genau hier setzte Angela Elis an.
Angela Elis, Moderatorin und Mentorin für wirksame Auftritte, brachte ein Thema mit, das viele Frauen im Netzwerk unmittelbar betrifft: sichtbar werden, überzeugend sprechen, die eigene Wirkung bewusst einsetzen. Seit mehr als 25 Jahren steht sie auf Bühnen und vor Kameras – und weiß aus Erfahrung, wie sehr Stimme, Präsenz und Klarheit darüber entscheiden, ob eine Botschaft ankommt.

Sie erinnerte daran, dass gerade Frauen dazu neigen, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen oder sich stimmlich „klein zu machen“. Ihr Impuls machte Mut, die eigene Wirkung als Kapital zu begreifen – etwas, das man nicht verschenken sollte. Am Netzwerktag teilte sie ihre besten Tipps aus ihrer langjährigen Praxis und zeigte, wie souveräner, charismatischer Auftritt gelingt.

Ihr Versprechen an die Teilnehmerinnen war klar: Du kannst ohne Geld kommen – aber es ist garantiert nicht umsonst.


⭐ Was all diese Beiträge gemeinsam hatten

Sie machten sichtbar, was den Netzwerktag 2026 auszeichnete:

  • Frauen, die mutig ihren Weg gehen
  • Frauen, die sich gegenseitig stärken
  • Frauen, die offen über Herausforderungen sprechen
  • Frauen, die Wissen teilen, statt es zu hüten
  • Frauen, die Wandel gestalten – persönlich und beruflich

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen spiegeln das wider: Besonders geschätzt wurden die Vielfalt der Formate, die offene Atmosphäre, die gute Organisation, die inspirierenden Beiträge und die vielen Gelegenheiten zum Netzwerken.


⭐ Wir starten! Das Mentoring-Programm des UTS

Ein besonderer Moment des Tages war der Auftakt unseres neuen UTS Mentorinnen Programms, das von Katja Rossel vorgestellt wurde. Es knüpft direkt an das Leitmotiv des Netzwerktags an – vom Beginnen, Machen und Verdienen – und trägt diese Energie weit über den 6. März hinaus.
Das Programm bringt selbstständige Frauen, Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen in Tandems zusammen: eine erfahrene Mentorin und eine Mentee, die sich Unterstützung wünscht. Über einen Zeitraum von zehn Monaten entsteht ein individueller Prozess, der Raum für persönliche Entwicklung, neue Perspektiven und echten Wissenstransfer bietet.

Im Mittelpunkt steht eine Beziehung auf Augenhöhe – getragen von Vertrauen, Respekt und gegenseitigem Wachstum. Die Treffen sind flexibel, selbstorganisiert und orientieren sich an den Bedürfnissen der Tandems. Alle zwei Monate gibt es eine kurze Reflexion, um den Prozess zu begleiten und sichtbar zu machen, was sich entwickelt.

Das Mentoring ist eingebettet in unser Netzwerk und lebt von Offenheit und Austausch. Es richtet sich an Frauen, die sich neu orientieren, wachsen wollen oder vor wichtigen Entscheidungen stehen – ebenso wie an Gründerinnen, die jemanden brauchen, der mit ihnen denkt, sortiert und stärkt.
Mit dem Netzwerktag als Auftakt beginnt nun ein Programm, das genau das fortsetzt, was diesen Tag so besonders gemacht hat: Frauen unterstützen Frauen. Wissen wird geteilt. Entwicklung wird möglich.

Oder, wie es eine Teilnehmerin formulierte: „Ich habe heute gemerkt, wie gut es tut, nicht allein zu sein.“

Claudia Scholz